Wie überleben Rehe den Winter gut?

02.02.2026

Wer im Winter draußen unterwegs ist, sieht Rehe oft kaum. Das ist kein Zufall: Rehe haben sehr klare Strategien, um die kalte Jahreszeit zu überstehen: Energie sparen, Bewegung reduzieren und Störungen vermeiden. 

Energiesparen

Im Winter ist Nahrung knapp und nährstoffarm. Rehe reagieren darauf nicht mit verstärkter Suche, sondern mit Zurückhaltung. Sie bewegen sich deutlich weniger als im Sommer und beschränken ihre Wege auf kurze Distanzen zwischen Ruheplatz und Äsung. Jeder unnötige Schritt kostet wertvolle Energie.

Rückzug in geschützte Bereiche

Rehe halten sich bevorzugt in deckungsreichen Zonen auf: Waldränder, Dickungen, Jungwuchs oder windgeschützte Lagen. Dort ruhen sie oft stundenlang. Aufstehen und Fressen wechseln sich mit langen Ruhephasen ab. Bewegung wird auf das Notwendigste reduziert.

Wovon Rehe im Winter leben

Rehe sind sogenannte Konzentratselektierer. Im Winter fressen sie vor allem:

  • Knospen und junge Triebe von Bäumen und Sträuchern, Bucheckerl

  • Brombeerranken und immergrüne Pflanzen

  • Gräser und Kräuter an schneefreien Stellen

  • bei Nahrungsmangel auch Rinde, Eicheln

Körperliche Anpassungen

Das dichte Winterfell isoliert durch eingeschlossene Luft. Zusätzlich fährt der Körper den Stoffwechsel herunter. Rehe verbrauchen im Winter weniger Energie, wiederkäuen viel in Ruhe und passen ihren gesamten Tagesrhythmus an die kalte Jahreszeit an.

Flucht kostet Leben

Im Winter fliehen Rehe später und kürzer als im Sommer. Dennoch ist jede Flucht ein enormer Kraftaufwand. Deshalb sind Störungen durch Menschen, freilaufende Hunde oder Querfeldein-Geher besonders problematisch.

Dämmerung statt Tagbetrieb

Rehe sind im Winter vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv. Tagsüber ruhen sie gut verborgen. Bei starkem Frost oder tiefem Schnee werden die Aktivitätsphasen oft noch weiter reduziert.

Was wir von Rehen lernen können

Rehe überstehen den Winter nicht durch Stärke oder Aktivität, sondern durch Anpassung, Ruhe und kluge Energieeinteilung.
Vielleicht ist das auch für uns eine Erinnerung: Der Winter ist keine Zeit für Höchstleistung. Sondern für Rückzug, Reduktion und achtsames Haushalten mit den eigenen Kräften.

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