Die kleine Schaumzikade und ihr schützendes Schaumnest
Vielleicht hast du schon einmal kleine weiße Schaumnester an Gräsern oder Pflanzen entdeckt und dich gefragt, was dahinter steckt. Oft verbirgt sich darin die Larve der Schaumzikade – ein faszinierendes kleines Insekt mit einem cleveren Schutzsystem.
Die Larven der Schaumzikaden ernähren sich vom Pflanzensaft. Dafür stechen sie die Leitungsbahnen der Pflanzen an und saugen den aufsteigenden Saft ähnlich wie durch einen winzigen Strohhalm aus. Viele Arten sind dabei wenig wählerisch und nutzen unterschiedlichste Pflanzen – von Gräsern über Kräuter bis hin zu Gehölzen.
Der berühmte "Kuckucksspeichel", wie die Schaumnester oft genannt werden, dient vor allem dem Schutz der Larven. Der Schaum hält die nötige Feuchtigkeit und Temperatur aufrecht und schützt zusätzlich vor Austrocknung und Fressfeinden. Er besteht übrigens fast vollständig aus Wasser aber auch Proteine sind enthalten.
Die jungen Schaumzikaden durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien und häuten sich dabei immer wieder, bis schließlich das erwachsene Tier entsteht. Anders als Schmetterlinge haben sie kein Puppenstadium.
Ein kleines Naturwunder, das man im Frühling und Frühsommer fast überall entdecken kann – wenn man genau hinsieht.

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